Projektarbeit

In der zweiten Phase des Projekts Ganz In steht die Unterrichtsentwicklung und die Verstetigung der begonnenen Entwicklungsarbeit der Schulen im Fokus. Ziel ist – neben der Verfolgung der übergreifenden Projektziele – der Transfer in und zwischen den einzelnen Schulen.

Auch in dieser Phase sind Beratungs- und Austauschnetzwerke vorgesehen, die der themenspezifischen Fortbildung und dem Transfer dienen. Inhaltlich ist den Schulen die Auswahl von mindestens einem fachdidaktischen (Deutsch, Englisch, Mathematik, Biologie, Chemie oder Physik) und einem themenspezifischen Vertiefungsangebot (Lernerfolge durch durchgängige Sprachbildung, Gestaltung des Übergangs Grundschule-Gymnasium, Individuelle Förderung, Selbstreguliertes Lernen oder Elternarbeit) überlassen. Im Gegensatz zur ersten Projektphase ist nun nicht mehr von Teilprojekten die Rede, sondern von themenspezifischen Vertiefungsangeboten. Hinsichtlich der Fachdidaktiken gibt es keine Veränderungen.

Die Entwicklungsarbeit folgt drei Phasen: (1) Zusammenarbeit in Arbeitsgruppen, (2) Ergänzung durch externe Multiplikatoren, Erarbeitung von Transferkonzepten, (3) Transfer der Konzepte in andere Ganz In-Gymnasien durch externe Multiplikatoren.

Die Projektarbeit besteht einerseits in der wissenschaftlichen Begleitforschung, andererseits werden die Schulen durch zielgerichtete Schulentwicklungsberatungen in ihren Entwicklungsprozessen unterstützt. Durch unterschiedliche Vernetzungs- und Austauschformate soll außerdem das wechselseitige Lernen der Projektakteure untereinander sowie der Transfer von projektrelevanten Informationen und Konzepten im Projekt gefördert werden. Schulübergreifende Lerngemeinschaften stellen dabei die zentrale Form der Vernetzung dar.

Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitforschung wird ein triangulatives Forschungsdesign verfolgt, um Entwicklungsfelder der Ganztagsgymnasien, Transfermaßnahmen und Effekte auf Organisations-, Personal und Unterrichtsebene abzubilden sowie Produkte (Wissen, Strategien) hervorzubringen. Das allgemeine Bildungsmonitoring zielt auf die schulischen Rahmenbedingungen, Bildungsbeteiligung, Unterrichtsqualität sowie zentralen Aspekte der Ganztagsarbeit. Zusätzlich sollen die „Schulentwicklungsberichte“ zur Dokumentation der schulischen Entwicklungsarbeit weitergeführt werden. Darüber hinaus werden die fachdidaktischen Interventionen sowie die themenspezifischen Vertiefungsangebote mittels unterschiedlicher qualitativer und quantitativer Verfahren im Rahmen einer Ausgangs- und Abschlusserhebung evaluiert. Zur Absicherung von Befunden wird ein Kontrollgruppendesign etabliert. Laufende Dissertationen erlauben vertiefende Analysen in spezifischen Bereichen.

 

 

Kontakt:

Dr. Hanna Pfänder
Martin-Schmeißer-Weg 13
44227 Dortmund
Tel.: 0231/755-5505
E-Mail: hanna.jaervinen@tu-dortmund.de