Projektarbeit

Elternarbeit

In der ersten Projektphase hat sich gezeigt, dass es wichtig ist, Schulen hinsichtlich zielgruppenspezifischer Elternarbeit zu beraten und zu unterstützen. Aus diesem Grund gibt es in der zweiten Projektphase ein themenspezifisches Vertiefungsangebot zum Thema Elternarbeit. Im Rahmen des themenspezifischen Vertiefungsangebots geht es beispielsweise um eine Beratung der teilnehmenden Schulen und Sensibilisierung von Lehrkräften hinsichtlich ressourcenorientierter, zielgruppenspezifischer und niedrigschwelliger Elternarbeit. Zudem sollen gemeinsam differenzierte Konzepte zur Elternarbeit entwickelt und erprobt werden, sodass auch Elterngruppen erreicht werden, die bisher weniger berücksichtigt wurden.

Das themenspezifische Vertiefungsangebot sieht ein Arbeiten auf zwei Ebenen vor:

  • Schulübergreifendes Netzwerk: Es schließen sich mindestens zwei Akteure aus den teilnehmenden Schulen zu einem Netzwerk zusammen, um sich hinsichtlich des Themas auszutauschen und um an Konzepten für Elternarbeit zu arbeiten.

Um die Netzwerkarbeit und Arbeitsergebnisse in die Einzelschule zu tragen, entstehen, neben dem schulübergreifenden Netzwerk, schulinterne Arbeitsgruppen:

  • Schulinterne Arbeitsgruppen: Die teilnehmenden Lehrkräfte, Eltern sowie weitere an dem Thema interessierte Kolleginnen und Kollegen der Schule greifen die Anregungen aus dem Netzwerk auf und arbeiten gemeinsam an der Gestaltung eines schulspezifischen Elternarbeitskonzepts.

Die entwickelten Konzepte oder Materialien sollen schließlich an den Schulen erprobt, weiterentwickelt und die Erfahrungen anderen Schulen und der Praxis zugänglich gemacht werden.

Durch das themenspezifische Vertiefungsangebot Elternarbeit besteht für die Schulen beispielsweise die Möglichkeit, sich mit anderen Projektschulen, die sich mit dem Thema Elternarbeit auseinandersetzen, auszutauschen, gemeinsam Konzepte zu entwickeln sowie verschiedene Elterngruppen einzubinden.

Zur Evaluation des themenspezifischen Vertiefungsangebots Elternarbeit und der Erforschung von Hinderungsgründen sowie Hemmschwellen für Elternarbeit ist neben der Netzwerkarbeit die wissenschaftliche Begleitforschung ein zentraler Baustein. Die wissenschaftliche Begleitforschung des themenspezifischen Vertiefungsangebots Elternarbeit sieht dabei eine Ausgangs- (Anfang 2016) und eine Abschlusserhebung (Anfang 2018) vor, die sowohl qualitativ als auch quantitativ angelegt sind.

Im Rahmen der wiss. Begleitforschung soll mittels einer Fragebogenerhebung beispielsweise folgenden Fragestellungen nachgegangen werden: In welchen Bereichen engagieren sich Eltern? Wie schätzen die teilnehmenden schulischen Akteure die Umsetzung und Bedeutung von Elternarbeit ein? Welche Ziele werden mit der Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule verbunden?
Mit qualitativen Interviews werden Hinderungsgründe und Hemmschwellen von elterlicher Beteiligung untersucht.  Hierbei sind folgende Fragestellungen leitend: Welche Gründe hindern z. B. Eltern mit Migrationshintergrund an einer Partizipation? Welche Gründe fördern eine elterliche Beteiligung?

Auf Basis der Erkenntnisse zu den Hemmschwellen hat das themenspezifische Vertiefungsangebot Elternarbeit die Zielsetzung durch die Implementation zielgruppenspezifischer und niedrigschwelliger Elternarbeit die elterliche Beteiligung an den Projektschulen zu steigern.

 

Teilnehmende Schulen:

Herne: Gymnasium Wanne

Leverkusen: Lise-Meitner-Gymnasium

Velbert: Geschwister-Scholl-Gymnasium

 

Kontakt:

Dr. Jasmin Schwanenberg
Martin-Schmeißer-Weg 13
44227 Dortmund
Tel.: 0231/755-7184
E-Mail: jasmin.schwanenberg@tu-dortmund.de